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Falsches zu Nahost richtig gestellt

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Treffen Sie Ihre Vorhersage!

honestreporting.com Media BackSpin, 1. Januar 2007

Was werden die Schlagzeilen über Israel im Jahr 2007 berichten? Treffen Sie Ihre Vorhersagen zur größten Geschichte über Israel und den Nahost-Konflikt.

Frieden mit jedermann? Ein Wechsel in der israelischen Führung? Ein Wechsel in der palästinensischen Führung? Bürgerkrieg in Gaza? Bürgerkrieg im Libanon? Eine neue Intifada? Krieg mit Syrien? Ein neuer Krieg mit der Hisbollah? Ein Militärschlag gegen den Iran? Ein Mega-Angriff der Al-Qaida? Noch etwas, an das wir nicht gedacht haben?

Ende 2007 werden wir uns die Prognosen wieder ansehen. Also lassen Sie uns an Ihren Vorhersagen teilhaben* und fassen Sie sich bitte kurz. Vierzeiler (Eigenprodukte oder automatisch generiert) werden im Posteingang nicht berücksichtigt.

*Bitte nur hier [in Englisch].

Unsere 15 ruhmreichen Minuten

honestreporting.com Media BackSpin, 1. Januar 2007

Ein dickes Dankeschön an Johann Hari und unsere Beschatter-Website, dass sie HonestReporting die sprichwörtlichen 15 Minuten Ruhm geschenkt haben. Die Aufmerksamkeit und der vermehrte Seitenaufruf schmeicheln uns.

Wieder Journalist in Gaza entführt

honestreporting.com Media BackSpin, 2. Januar 2007

Palästinensische Milizen entführten den peruanischen AFP-Fotografen Jaime Razuri. `Mal sehen, wie es weitergeht….

UPDATE: Mit seinem Schmerz ist keiner gerne allein. Hamas und Fatah sind mit „Wie-Du-mir-so-ich-Dir“-Entführungen beschäftigt. Nach Angaben der Jerusalem Post sind in den letzten Stunden 13 Mitglieder der Hamas und drei der Fatah entführt worden. War Razuri schlicht das Opfer einer Verwechslung?

Nazareth auch?

honestreporting.com Media BackSpin, 1. Januar 2007

Nicht nur in Bethlehem fliehen Christen vor islamischer Einschüchterung. Nun beschreibt Aaron Klein von WorldNetDaily ein ähnliches Phänomen in Nazareth:

„Aber die befragten Christen sagen etwas anderes. Wie die Christen Bethlehems sprachen auch jene von Nazareth über Angriffe auf christliche Geschäfte und berichteten über christliche Frauen, die von den muslimischen Männern vergewaltigt werden. Sie wiesen auf einige Fälle von interreligiöser Gewalt und Aufruhr der Muslime hin, die, wie sie sagten, dann anfingen, als Muslime christliche Kirchgänger angriffen. Die Muslime behaupteten, dass die Christen mit den Gewalttätigkeiten begannen.

Israelische Sicherheitsbeamte sagen, dass über die Mehrheit der antichristlichen Übergriffe nicht berichtet wird, weil die einheimischen Christen Angst davor haben, Verbrechen anzuzeigen.

Ein christlicher Einwohner sagte, dass Gewalttätigkeit und Einschüchterung während der Kommunalwahlen wohl zunehmen werden. Die islamischen Parteien, einst in der Minderheit, sind jetzt nur noch einen Sitz von der Herrschaft im Stadtrat von Nazareth entfernt.“

Im gesamten Nahen Osten erfahren Christen Bedrängnis durch ihre muslimischen Nachbarn.

Kassams zu Pflugscharen

honestreporting.com Media BackSpin, 2. Januar 2007

Ein ehemaliger amerikanischer Delegierter der UNO-Menschenrechtskommission geht scharf mit palästinensischen Kassam-Kommandos ins Gericht, weil sie Zivilisten als Deckung missbrauchen, und kritisiert die UNO wegen ihrer Untätigkeit. Veröffentlicht im Boston Herald:

„Man könnte annehmen, dass die Vereinten Nationen entweder den vorsätzlichen Beschuss der israelischen Zivilbevölkerung durch die Palästinenser oder wenigstens den Betrug der Palästinenser an ihren eigenen Zivilisten kritisieren würden, da sie diese als menschliche Schutzschilde missbrauchen - wo doch beide Praktiken als himmelschreiende Verletzungen internationalen Rechts gelten.

Leider hätte man von den Vereinten Nationen wohl wenig Ahnung, wenn man erwartete, dass dies einträte. Indem sie an einer jungfräulichen und erstaunlich schlecht versteckten antiisraelischen Befangenheit festhalten, haben die UNO-Generalversammlung und ihr neuer Menschenrechtsrat beschlossen, weder den Beschuss israelischer Zivilisten noch den Missbrauch der eigenen Zivilisten als menschliche Schutzschilde durch die Palästinenser zu kritisieren. Stattdessen haben sie nur die Israelis kritisiert.“

(Hat tip: Solomonia)

"Wie könnte es anders sein?"

honestreporting.com Media BackSpin, 3. Januar 2007

Al Jazeeras Büroleiter in Israel, Walid Al-Umari, verteidigt die Berichterstattung seines Senders. Befragt nach umstrittenen Kommentaren seines Chefredakteurs Ahmad Al-Scheich vor einigen Wochen, erklärte Al-Umari gegenüber Haaretz:

"Al Jazeera ist ein arabisches Organ, das für arabisches Publikum ausgestrahlt wird, und von diesem Publikum wird Israel als Feind wahrgenommen. Wenn eine Seite unter einer Besatzung lebt und die andere Seite der Besatzer ist, ist es klar, dass die Berichte negativ sind. Wie könnte es anders sein?"

Al-Umari ist Israeli arabischer Abstammung.

Grübeln über palästinensische Öffentlichkeitsarbeit

honestreporting.com Media BackSpin, 3. Januar 2007

YNet News entdeckte, wie auf einer englischsprachigen Webseite der Hamas die Öffentlichkeitsarbeit der Palästinensischen Autonomiebehörde verrissen wird:

Der Leitartikel sagt, die Palästinenser „benötigen professionelle Sprecher mit exzellenter Weltkenntnis und der Beherrschung von Fremdsprachen, insbesondere Englisch, um der Welt in aufrichtiger Weise zu erklären, dass Israel ein Mörder ist, ein Lügner und Landräuber und dass das Problem voll und ganz im zionistischen Diebstahl unseres Landes und in der Unterentwickeltheit unseres Volkes liegt (sic)."

Am meisten rügt der Leitartikel, dass die palästinensische Diplomatie "2006 gescheitert ist," und er beschuldigte den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, "eine Achse der Moderaten zu schmieden“, die nach Meinung der Hamas-Webseite "in Wirklichkeit eine Achse von Lügnern ist."

Lesen Sie Khalid Amayrehs Originalkommentar auf Palestine Information Center. Hamas wäre gut beraten, in den Spiegel zu schauen. Sich weigern, auf Terror zu verzichten, Bargeld in Koffern schmuggeln und Gilad Shalit als Geisel festhalten macht palästinensische Öffentlichkeitsarbeit nur zum Gespött.

Medienarbeit nach Hisbollah-Art

honestreporting.com Media BackSpin, 3. Januar 2007

Michael Totten schreibt weiterhin aus dem Libanon. Lesen Sie seinen neuesten Beitrag, um einen erhellenden Einblick in die Medienarbeit der Hisbollah zu gewinnen:

"Als ich Hussein Naboulsi, den Verbindungsmann der Hisbollah für Medienarbeit, das erste Mal traf, war er ausgesprochen freundlich. Aber später drohte er mir mit physischer Gewalt, weil ich auf meinem Blog einen Witz über die Hisbollah riss. Bei einer anderen Gelegenheit wurde ich zwei Stunden lang von der Hisbollah festgehalten, weil sie vermuteten, dass einer meiner Fotoreporterkollegen ein Jude sei. Ein befreundeter Reporter (ich möchte seinen Namen da heraushalten) wurde wegen eines völlig harmlosen Artikels bedrängt, den er über sie für ein linksgerichtetes amerikanisches Magazin schrieb. Chris Allbritton, der gelegentlich für das Magazin Time arbeitet, schrieb in seinem Blog während des Juli-Krieges folgendes: "Die Hisbollah verschießt Katjuschas, aber es ekelt mich an, über sie mehr als nötig zu sagen. Die Partei Gottes besitzt Kopien der Pässe aller Journalisten und hat bereits eine Anzahl von uns unter Druck gesetzt und bedroht."

So behandelt die Hisbollah westliche Journalisten. Ich würde sagen, dass ich überrascht bin, dass nicht mehr Journalisten diesen Mist in ihren Artikeln erwähnen. Aber die meisten Journalisten schreiben nicht in der Darstellung der Ich-Form. Im allgemeinen erlauben ihnen branchenübliche Regeln nicht, Ereignisse dieser Art zu beschreiben. Obwohl es Jahre her ist, seit die Hisbollah westliche Journalisten entführt oder körperlich verletzt hat, mögen einige Angst haben, eine Stellvertretermiliz des Iran zu verärgern, die von der Regierung der Vereinigten Staaten als Terrororganisation eingestuft wird. Die Hisbollah teilte mir mit, dass ich offiziell auf die schwarze Liste gesetzt werde (Das bedeutet, dass sie mir nicht mehr Interviews geben, nicht einmal Zitate zulassen will), dafür, was ich über sie in der Vergangenheit geschrieben habe.

Einige Journalisten möchten nicht alle Brücken zu ihren eigenen Verbindungen abbrechen und arbeiten härter als zuvor. Das kümmert mich persönlich nicht. Letztes Jahr interviewte ich Mohammad Afif, einen hochrangigen Hisbollah-Funktionär, aber es war ein nutzloses Interview, das es nicht wert war, veröffentlicht zu werden. Mein Übersetzer erklärte mir, dass das, was Afif gesagt hatte, Wort für Wort mit dem übereinstimmte, was die Hisbollah jeden Tag auf ihrem eigenen Fernsehkanal von Al Manar sagt. Den Zugang zu diesen Kerlen zu verlieren ist nichts Besonderes."

Besuchen Sie Tottens Blog, um mehr aus dem Libanon zu erfahren.

Ägypten strahlt Programm der Al-Kaida aus

honestreporting.com Media BackSpin, 4. Januar 2007

Der Weekly Standard berichtet, dass Al-Kaida eine Fernsehstation besitzt, die rund um die Uhr sendet: Al-Zawraa TV*. Und Ägyptens staatseigene Satellitenstation Nilesat strahlt Al-Zawraa in die arabische Welt aus:

Eingerichtet in einem geheimen Studio in Syrien, wird sein Signal durch einen ägyptischen Satelliten in die gesamte arabische Welt gesendet. Diese Entwicklung markiert Al-Kaidas technisch zunehmend ausgereifte Propagandaanstrengungen….

Al-Kaidas bisherige Versuche, Propagandaverbreitung zu organisieren, waren auf Satellitenradio und Internet begrenzt. Al-Zawraa scheint jedoch gut finanziert zu sein und kann ein wesentlich breiteres Publikum erreichen. Der Kanal wird von Nilesat gesendet, einem leistungsstarken Satelliten, der von der ägyptischen Regierung unterhalten wird. Durch Nilesat deckt Al-Zawraas Signal den Nahen Osten und Nordafrika ab und stellt so sicher, dass die Botschaft der Aufrührer jeden Winkel der arabischen Welt erreicht….

Al-Zawraas Nutzen für den Feind ist offensichtlich. Das visuelle Medium ist enorm einflussreich, besonders in einem Teil der Welt mit hoher Analphabetismusrate.

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* Als der Artikel gesetzt wurde, war (mit Firefox) nur eine Standseite zu sehen. Wenn man zum Explorer wechselt, erscheint der Hinweis „coming soon“.

Wahrscheinlich werkelt Al-Kaida noch an der Technik....

Araber versus Israel: Aus pakistanischem Blickwinkel gesehen

honestreporting.com Media BackSpin, 4. Januar 2007

Must read: Der pakistanische Feuilletonist Farrukh Saleem bezeichnet Israel als Modell für arabische Sehnsüchte. Veröffentlicht in The International News:

Araber gegen Israel von Farrukh Saleem

Zitat von Imam Ali Ibn Abi Taleb: "Wenn Gott einen Menschen demütigen wollte, würde er ihm Wissen verweigern."

"Die Liga der arabischen Staaten zählt 22 Mitglieder. Von diesen 22 Mitgliedern sind Saudi-Arabien, Marokko, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate (UAE), Bahrain, Katar und Oman 'Traditionelle Monarchien'. Libyen, Syrien, Sudan, Tunesien, Algerien und Somalia sind 'autoritäre Regimes' (Quelle: www.freedomhouse.org). Saudi-Arabien, Libyen, der Irak, Syrien, Sudan, Marokko und Somalia gehören zu den 'repressivsten Regimes der Welt' (Quelle: Sonderbericht zur 59. Sitzung der UNO Menschenrechtskommission).

Von den 330 Millionen moslemischen Männern, Frauen und Kindern unter arabischer Herrschaft leben lediglich 486.530 in einer Demokratie (0,15 Prozent der Gesamtbevölkerung).

Ganze 250 Meilen vom Hauptquartier der 'Liga der Diktatoren’ in Kairo entfernt existiert die einzige 'parlamentarische Demokratie' in der Region: Allgemeines Wahlrecht, Mehrparteiensystem, Auswahl aus vielen Kandidaten, auf Wettbewerb basierende Wahlen. Israels 6.352.117 Einwohner sind zu 76% jüdisch und 23% nichtjüdisch (meistens arabisch).

Israel gibt für wissenschaftliche Forschung pro Jahr und Person 110 Dollar aus, während in der arabischen Welt zwei Dollar ausgegeben werden. Hervorragende Ausbildung lässt Israels Wirtschaft pro Jahr um 5,2% wachsen, während die "Produktivitätsrate (die durchschnittlich geleistete Produktion durch eine Arbeitskraft) in den Öl produzierenden arabischen Ländern während der 80er- und 90er-Jahre in großem und zunehmendem Umfang negativ ausfiel (Weltbank; Arab Development Report)."

Die Fakten können nicht bestritten werden: Der Staat Israel hat nun `mal sechs Universitäten, die zu den besten auf diesem Planeten zählen. Die Hebrew University Jerusalem ist unter den Top 100. Das Technion Israel Institute of Technology, die Tel Aviv University und das Weizmann Institute of Science sind unter den Top 200. Die Bar Ilan University und die Ben Gurion University sind unter den Top 300. Die arabische Liga hat nicht eine einzige Universität unter den Top 400 (http://ed.sjtu.edu.cn/ranking.htm).

Von zwei arabischen Frauen kann eine weder lesen noch schreiben (Erinnern Sie sich: "Wenn Gott einen Menschen demütigen wollte, würde er ihm/ihr Wissen verweigern“).

Die Universitäten Israels produzieren Wissen. Die israelische Gesellschaft übernimmt dieses Wissen und nimmt auch Wissen von außen auf. Auf der anderen Seite, in der arabischen Liga, haben repressive Regimes religiöse, soziale und kulturelle Barrieren errichtet - sowohl für die Produktion als auch die Verbreitung von Wissen.

Sehen Sie sich an, wie das Wissen der arabischen Welt den Rücken kehrt: Zwischen 1998 und 2000 verließen mehr als 15.000 arabische Ärzte ihre Heimat. Nach Angaben der Weltbank "wanderten etwa 25 Prozent von 300.000 Studiumabsolventen arabischer Universitäten aus. Davon etwa 23 Prozent arabische Ingenieure, 50 Prozent arabische Mediziner und 15 Prozent arabische Bachelor der Naturwissenschaften."

In Israel hingegen leben pro Kopf mehr Ingenieure und Wissenschaftler als in jedem anderen Land (auf 10.000 Israelis kommen 145 Ingenieure oder Wissenschaftler). Israel rangiert unter den ersten 7 Staaten der Welt, was die Patenterteilungen pro Kopf betrifft.

Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Israels Pharma-Riese, ist der weltgrößte Produzent von Antibiotika (Teva entwickelte Copaxone, eine einzigartige Immun-Modulationstherapie für die Behandlung multipler Sklerose, den einzig erhältlichen Wirkstoff auf non-interferoner Basis).

Tatsachen sind schwer zu widerlegen: Die meisten Mitglieder der arabischen Liga gestehen muslimischen Frauen weniger Rechte zu - in Bezug auf Heirat, Scheidung, Kleiderordnung, Bürgerrechte, gesetzlichen Status und Ausbildung. Israel nicht.

Spanien übersetzt in einem Jahr mehr Bücher als die arabische Welt in den letzten tausend Jahren (Seit der Herrschaft des Abbasiden-Kalifen Mamoun, 813-833).

Sechs Millionen Israelis kaufen jedes Jahr 12 Millionen Bücher, was sie zu den eifrigsten Bücherkonsumenten der Welt macht. Israel hat die höchste Zahl von Universitätsabschlüssen pro Kopf auf der Welt; die arabische Welt die niedrigste. Israel produziert mehr wissenschaftliche Arbeiten pro Kopf als jedes andere Land (109 pro 10.000 Israelis); die arabische Welt - nahezu nichts.

Die Ergebnisse sind für jedermann augenfällig: Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen liegt in Israel bei 25.000 Dollar, während das Durchschnittseinkommen innerhalb der arabischen Liga bei 5.000 Dollar liegt."

Der Verfasser ist unabhängiger Feuilletonist und lebt in Islamabad. Email: farrukh15@hotmail.com

(Hat Tip: Daily Alert)