Medien BackSpin

Falsches zu Nahost richtig gestellt

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Digitaler Jihad

honestreporting.com Media BackSpin, 1. März 2007

Die Jerusalem Post beschreibt, wie das Web zum neuesten Jihad-Kampfgebiet geworden ist und wie radikal-islamische Hacker verschiedene Websites attackieren:

Sie verachten Hacker, die "sich mit plan- und bedeutungsloser Sabotage beschäftigen" oder angetrieben werden vom Wunsch nach Anerkennung und anderen weltlichen Zielen. Sie nehmen sich als Jihadkämpfer wahr, die dem Islam dienen und (Monotheismus) über das Internet verbreiten.

Was noch wichtiger ist – sie interpretieren das Cyberspace als virtuelles Schlachtfeld, auf dem die Mudschaheddin den Westen entscheidend besiegen können.

Erinnern Sie sich an Marokkos Team Evil?

Sderot-Fauxtografie* schlägt bei Blog zu

honestreporting.com Media BackSpin, 1. März 2007

MediaBackspin befand sich beim jüngsten Fauxtografie-Skandal auf der falschen Seite. Blogger entdeckten, dass ein nach einem Angriff mit Qassam-Raketen aufgenommenes Foto von Sderot digital verändert wurde, um mehr Zerstörung und Verwüstung hinzuzufügen.

Blogbetreiber Pesach Benson, der das Foto machte, behauptete, dass er Photoshop nur nutzte, um Staubflecken zu entfernen und wegen der schlechten Lichtverhältnisse, unter denen er arbeitete, Fehler machte.

Das Originalfoto aus Sderot:

Das manipulierte Bild:

Happy Purim allen unseren Lesern. Am Dienstag geht es hier weiter.

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* (Foto-) Verfälschung, Manipulation

Das Gesamtbild nicht erkannt

honestreporting.com Media BackSpin, 1. März 2007

Die Medien sind nicht in der Lage, ein umfassendes Bild aus dem Nahen Osten zu vermitteln.

In der neusten kritischen Abhandlung von HonestReporting erfahren Sie mehr: Missing the Big Picture.

Uran-Aufreißer entkräftet

honestreporting.com Media BackSpin, 6. März 2007

Eine Expertengruppe schloss einstimmig, dass Israel im Libanonkrieg vom letzten Jahr keine Munition mit abgereichertem Uran benutzt hat. Zu der Gruppe gehörten Repräsentanten der UNO, der Internationalen Atomenergie-Behörde sowie verschiedene libanesische Wissenschaftler und Sicherheitsleute. Der Beirut Daily Star schrieb:

Der hochrangige UNEP-Wissenschaftlicher Mario Burger nahm im schweizerischen Regierungslabor in Spietz intensive Untersuchungen an Bodenproben vor, die im Südlibanon gesammelt wurden. Es wurde „keine Benutzung von Waffen mit abgereichertem Uran“ gefunden, sagte er und fügte hinzu: „Keine Benutzung von Waffen mit irgendwelchem Uran – abgereichertem, natürlichem oder angereichertem“ wurde festgestellt.

Eine über dem Normalniveau liegende Konzentration von Uran wurden Khiam gefunden, sagte Burger, aber eine Untersuchung zeigte, dass diese Konzentration mit der überein stimmt, die in der Gegend im Boden natürlich vorhanden ist.
„Das Labor konnte bestätigen, dass die Uranmesswerte in Khiam innerhalb des Bereichs seiner Abbauprodukte blieb“, sagte Burger. „Das ist die Bestätigung, dass das an dem Ort vorhandene Uran niemals technologisch bearbeitet wurde und daher nicht mit einem Flugkörper oder einer Bombe in Verbindung gebracht werden kann.“...

Raketen- und Bombenteile, die Khiam 2006 trafen, wiesen keinerlei radioaktives Material auf, sagte er.

Die Befunde widersprachen Behauptungen, die im Dezember vom Sekretär des Europarats für Strahlungsgefahr, Chris Busby aufgestellt wurden; er sagte, es gäbe „keine Möglichkeit, dass die Uranfunde in Khima das Ergebnis von natürlichem oder industriellem Material seien. Ihre einzige Quelle sind Atomreaktoren.“

Was ist jetzt, wo der Libanon den Vorwurf zurückgezogen hat, mit den Uran-Aufreißern von Robert Fisk und dem Independent?

Warteschlange

honestreporting.com Media BackSpin, 6. März 2007

Korrespondent Jamil Hamad wirft einen grob vereinfachten Blick auf einem IDF-Checkpoint zwischen seinem Wohnsitz Bethlehem und dem Büro des Time Magazine in Jerusalem:

Dann kommt der Striptease, das lange Förderband, wo Sie Ihre ganzen Habseligkeiten ablegen müssen, bevor Sie den Sicherheits-Check durchlaufen. An manchen Tagen lassen sie mich meine Jacke ausziehen, an anderen Tagen meine Schuhe oder meinen Gürtel ablegen. Es ist sehr frustrierend, besonders wenn Sie hinter einer Frau mit vielen Ohrringen und Armringen warten, die keine Ahnung von dem ganzen Prozedere hat - und hinter Ihnen drücken und schieben Hunderte Leute. Ich habe kranke Leute gesehen, die dringend zum Arzt mussten, oder andere, die schrieen, weil sie ihren Anschluss zum Flug oder die Verbindung nach Jordanien verpassten. Aber egal wie stark sie schrieen, es half nicht weiter.

Klingt wie auf jedem Flughafen in den USA.

Apartheid-Schwindel ist nicht lustig

honestreporting.com Media BackSpin, 6. März 2007

Seitdem UN-Mitarbeiter John Dugard in einem Bericht auf "israelische Apartheid“ einprügelte, sind die Kommentarseiten des südafrikanischen Business Day gänzlich zum Schlachtfeld geworden.

Letzte Woche zitierte Redakteurin Karima Brown in einem Kommentar Dugard wie ein Evangelium. Dann enthüllte Joel Pollak dass ein Brief, der vorgeblich von Nelson Mandela geschrieben wurde, in Wirklichkeit vom Co-Gründer der Electronic Intifada, Arjan EL Fassed, verfasst wurde.

Dieser "Brief" wurde unter anderem von Jimmy Carter und verschiedenen palästinensischen Unterstützern zitiert. Heute antwortete Fassed in einem Leserbrief, dass der "Mandela-Brief" als Satire abgefasst wurde:

Als offenbar erkennbare Schwindel veröffentlichte ich am 27. März 2001 unter meinem Namen eine vorgetäuschte Gesprächsnotiz von Mandela an Friedman. Leider brachte sie jemand im Internet in Umlauf, ohne meinen Namen zu erwähnen, wie ich der israelischen Zeitung Ha'aretz erklärte.

Worauf es jedoch ankommt: Obwohl das Mandela-Protokoll nur ein Stück Satire war, ist es nicht nötig daran zu glauben um sich darüber im klaren zu sein, dass der Israel-Apartheid-Vergleich auf einer hässlichen Realität gründet.

Hier eine Kopie des Schwindel-Briefes mit dem Namen Fasseds.

Wir haben kein Problem mit Satire per se, und Carters Recherche war offensichtlich schäbig. Aber irgendetwas stinkt offenbar, wenn der Humor „auf einer hässlichen Realität gründet“, die von den Menschen für wahr gehalten wird.

Fauxtographie noch mal rausgekramt

honestreporting.com Media BackSpin, 6. März 2007

Fotograf Tyler Hicks von der NY Times erhielt den prestigeträchtigen Preis Pictures of the Year International für seine Fotos aus dem Libanon.

Peinlich genug, dass die verpfuschte Unterzeile* des Blattes auf einem spezifischen Bild (was der Times einen Preis für die verlogenste Reportage einbrachte), Hick die Reputation verdarb.

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*Erfordert Registrierung

Fisk: Zeit für einen Rückzieher

honestreporting.com Media BackSpin, 6. März 2007

Eine Gutachterkommission stellte einstimmig fest, dass Israel während des Krieges im Libanon im letzten Jahr keine Granaten mit abgereichertem Uran einsetzte.

Dennoch hat der britische Independent seine ursprünglichen Anschuldigungen noch nicht zurückgenommen.

Lesen Sie dazu im neuesten Kommuniqué von HonestReporting Großbritannien: Fisk: Zeit für einen Rückzieher.

Zusehen am Mugrabim-Tor

honestreporting.com Media BackSpin, 7. März 2007

In den vergangenen drei Wochen sahen 210.000 Menschen die Bilder der Live-Webcam der Israelischen Altertumsbehörde von der Ausgrabung am Mugrabim-Tor.

Nach Berichten von YNet News kommen die meisten Zuseher aus den USA. Die größte Gruppe muslimischer Zuseher kommt aus der Türkei.

Wir haben keine Lara-Croft-Doppelgängerinnen ausgemacht. Klicken Sie auf das Logo unten, um das Video zu starten.

Ende einer Ära

honestreporting.com Media BackSpin, 8. März 2007

Schöner Bericht in der Baltimore Sun über Israels ältesten Kibbutz, Deganya-A, der kapitalistisch wird. Dies ist die Art von interessantem, abgerundetem Bericht, die wir vermissen werden, da US-Blätter ihre Auslandsbüros zurückfahren:

Mit einer überwältigenden Majorität votierten die Kibbutzmitglieder dafür, ihre sozialistischen, utopischen Sehnsüchte zugunsten eines neuen Systems des freien Marktes abzulegen, das die Einzelperson stärkt, mehr Geld in die Taschen der Mitglieder bringt und - traurig für mach andere - ihre einmal einzigartige Gemeinschaft zu einem Ort wie den Rest der Welt macht.

Stippvisitenjournalismus wird niemals einen Artikel produzieren wie den von John Murphy. Wir beobachten das Ende einer Ära – sowohl von Deganya-A als auch von Auslandsjournalismus.