Medien BackSpin

Falsches zu Nahost richtig gestellt

Wiedersehen mit Durban?

honestreporting.com Communiqué, 6. September 2007

Wird eine UNO-Konferenz gegen Rassismus zur nächsten antisemitischen und antiisraelischen Plauderei werden?

Die Nachwirkung der UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus im September 2001 im südafrikanischen Durban wurde in den Medien hauptsächlich von den Anschlägen auf die Twin Towers ein paar Tage nach Konferenzende überschattet.

Durban war eine mit Hass erfüllte Feier des Antisemitismus, fast ausschließlich dazu gedacht, Israel und die Juden anzugreifen und zu delegitimieren.

Durban markierte die Entstehung der gegenwärtigen Kampagne, Israel als „Apartheidstaat“ darzustellen, dazu die Forcierung von Ausgrenzungs- und Boykottmaßnahmen - ; Vorstellungen, die in den vergangenen Jahren die Mainstream-Medien und den öffentlichen Diskurs zunehmend beeinflusst haben.

Nach Anne Bayefsky* sowie Abraham Cooper** und Harold Brackman lauteten einige Vorschläge, die in Durban geäußert wurden, wie folgt:

• Leugnung des Antisemitismus als eine Menschenrechtsfrage heute.
• Billigung des Antisemitismus, wenn damit der Rassismus bekämpft wird.
• „Antisemitismus ist keine Erscheinungsform des zeitgenössischen Rassismus“.
• Anerkennung des palästinensischen Volkes als Opfer des israelischen Rassismus.
• Aneignung des Begriffes „Holocaust“
• Befürwortung des Terrorismus - oder „Bewaffneter Kampf“ - als Mittel, den Rassismus zu bekämpfen.
• Ausgrenzung und Isolierung des jüdischen Staates im Namen des Multikulturalismus.

Durban kam nicht über Nacht. Hätten die Medien die Planungsphasen für die Konferenz in den Jahren vor 2001 verfolgt, wären bei der Antirassismusversammlung sicher Fragen bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit erhoben worden, wie z.B., dass sie von den schlimmsten Menschenrechtsverletzern geleitet wurde. Und dies besonders, nachdem Israel vom vorbereitenden Abschlusstreffen ausgeschlossen wurde, das im Iran stattfand - dort, wo eine Ekel erregende antiisraelische Agenda unter Einbeziehung Durbans formuliert wurde.

Nun - in einer potenziellen Wiederholungsaufführung - wird der Antirassismusausschuss, der die Vorbereitungen für ein “Durban II“ 2009 beaufsichtigen soll, von Libyens Oberst Gadaffi geleitet und setzt sich u.a. aus solchen Lichtgestirnen der Menschenrechte wie dem Iran, Kuba und Pakistan zusammen. Diese Entwicklungen befinden sich derzeit nicht auf dem Medienradar. Andere Organisationen werden jedoch den Verlauf von Durban II beobachten:

Eye on the UN
UN Watch
NGO Monitor

Eine kritische Begleitung durch die Medien wird von entscheidender Bedeutung dafür sein, ob der falsche Heiligenschein moralischer Glaubwürdigkeit bei “Durban II“ fallen wird, wenn er von jenen Verletzern der Menschenrechte geraubt wird, die Israel zum Sündenbock machen wollen, um ihre Verbrechen zu vertuschen.
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*Anne Bayefsky, Fußnote 78;
**Abraham Cooper und Harold Brackman, Fußnote 76

Bernd Dahlenburg am 9.9.07 19:16

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