Medien BackSpin

Falsches zu Nahost richtig gestellt

Bethlehems Christen brechen ihr Schweigen

honestreporting.com Media BackSpin, 25. Januar 2007

Bethlehems Christen brechen ihr Schweigen und beklagen sich offen über Verfolgung durch ihre moslemischen Nachbarn. Khaled Abu Toamheh von der Jerusalem Post schreibt:

Aber nach einer Zunahme von Übergriffen auf christlichen Besitz in der Stadt während der letzten Monate haben einige Christen nicht mehr Angst, über die hochsensible Angelegenheit zu reden. Und sie sprechen ganz offen darüber, die Stadt zu verlassen.

"Die Situation ist sehr gefährlich“, sagte Samir Qumsiyeh, Inhaber des in Beit Sahur ansässigen privaten Al-Mahd*- Fernsehsenders. "Ich glaube, dass in 15 Jahren in Bethlehem keine Christen mehr leben. Dann benötigen Sie eine Taschenlampe, um hier einen Christen zu finden. Das ist ein sehr schlimmer Zustand."

Qumsiyeh, einer der wenigen Christen, die bereit sind, über die rauen Bedingungen ihrer Gemeinschaft zu sprechen, ist das Ziel zahlreicher Todesdrohungen geworden. Sein Haus wurde kürzlich mit Brandbomben beworfen, jedoch wurde niemand verletzt.

Qumsiyeh sagte, dass er in den letzten Jahren mehr als 160 Fälle von Angriffen auf Christen in der Region dokumentiert hat. Die Vorfälle betreffen Landraub, Brandanschläge und Todesdrohungen.

Die Christen sagen, dass ihre Beschwerden bei der Palästinensischen Autonomiebehörde auf taube Ohren gestoßen sind.

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*arab.: Geburtskrippe

Bernd Dahlenburg am 27.1.07 19:46

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