Medien BackSpin

Falsches zu Nahost richtig gestellt

Europ. Medien + Nahost

Schlagzeile des Tages

honestreporting Media BackSpin, 22. November 2007

In was für eienr merkwürdigen Welt wir doch leben:

Waffen sorgen dafür, dass die Friedensgespräche Früchte tragen

Dura-Reportage unglaubwürdig, Teil 2

honestreporting Media BackSpin, 15. November 2007

Alain Benjamin von HonestReporting/Take-A-Pen interviewte einige Schlüsselpersonen außerhalb des Gerichtssaales, wo sich die Unglaubwürdigkeit des Dura-Reports von France 2 herausstellte.

Eine „traditionelle Forderung“

honestreporting Media BackSpin, 14. November 2007

AP schreibt:

Palästinensische Unterhändler erhoben am Dienstag den Vorwurf, Israel sabotiere die Konferenz [Friedenskonferenz in Annapolis] mit neuen Forderungen. Die neueste sei, dass die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen sollen. Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat äußerte, dass die Palästinenser dem nicht entsprechen könnten. So eine Aussage würde das Zugeständnis des „Rückkehrrechts“ von vier Millionen Palästinensern beinhalten - Flüchtlingen und deren Nachkommen vom Krieg, der aus Gründung des Staates Israel 1948 resultierte.

Israel besteht darauf, dass die Flüchtlinge in den aufzubauenden palästinensischen Staat repatriiert werden müssen, nicht in Israel.

Auch wenn ein Verhandlungsergebnis schließlich erzielt werden sollte - die Palästinenser waren nicht vorbereitet, ihre traditionelle Forderung aufzugeben, kurz bevor die Verhandlungen beginnen.

Mitteilung an AP: Die Idee von Israel als jüdischem Staat ist auch eine „traditionelle Forderung.“

Update, 14. November: Siehe Jeff Jacobys Antwort auf Erekat.

Das Feuerwerk beginnt

honestreporting Media BackSpin, 14. November 2007

Die heutige Anhörung, bei der das Filmrohmaterial zu Mohammed Dura von France 2 in Augenschein genommen wird, sorgt bereits für ein Feuerwerk. Philippe Karsenty und der französische Sender streiten darüber, wie viel Filmmaterial Talal Abu-Rahma drehte. Dazu die Jerusalem Post:

Korrespondent Charles Enderlin von France 2 in Israel teilte der Jerusalem Post am Dienstag mit, dass er keine Ahnung davon gehabt hatte, warum irgendjemand dachte, dass es 27 Minuten Filmmaterial gab.

"Ich weiß nicht, woher diese 27 Minuten stammen sollten", sagte er. "Insgesamt gab es nur 18 Minuten Filmmaterial aus Gaza". .

Aber Philippe Karsenty, Direktor der Medienbeobachtergruppe Media Ratings - der Mann, dessen Behauptung, dass die Berichterstattung von France 2 "ein Schwindel" war, Gegenstand der andauernden gesetzlichen Schlacht ist - war nicht davon abzubringen, dass es tatsächlich 27 Minuten Filmmaterial gab. Er kündigte weitere gerichtliche Schritte an, "wenn France 2 halsstarrig bleibt und sich weigert, das komplette Videorohmaterial von 27 Minuten Länge herauszugeben."

Video: Philippe Karzenty zum Dura-Berufungsverfahren

honestreporting Media BackSpin, 12. November 2007

Exklusiv: Philippe Karsenty erörtert Dura-Verhandlung.

In einem Exklusiv-Video von HonestReporting und Take-A-Pen-Video erörtert Philippe Karsenty die für diese Woche angesetzte Veröffentlichung des Filmrohmaterials von France 2 zu Mohammed Dura.

Wir hoffen, dass die Verhandlung nicht durch einen Generalstreik aufgeschoben wird.

Und verpassen Sie bitte nicht diese Mohammed Dura Timeline.

Annapolis: Rückwirkung zu erwarten?

honestreporting Media BackSpin, 12. November 2007

Wenn Annapolis scheitert, ist dann eine Rückwirkung auf Israel zu erwarten? Daled Amos zeigt Argumente auf, die dafür und dagegen sprechen.

Aber bei so niedrigen Erwartungen könnte die einzig vorstellbare Rückwirkung von Experten der hebräischen Grammatik ausgehen. Die NY Times* führt dazu aus:

Der lang andauernde Reklamerummel um Annapolis, zusammen mit den vielen Reisen von Condoleezza Rice in die Region, hat ein neues Verb in israelischen Regierungskreisen geboren: „Lecondel“, was bedeutet, zu Treffen an- und wieder abzureisen, ohne nennenswerte Ergebnisse zu erzielen. Das Wort ist von Rice’ Vornamen abgeleitet.

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*Interessant: Auf dem schönen Luftbild ist ausgezeichnet zu erkennen, wie weit die Arbeiten am Mugrabi-Tor von Al-Aksa bzw. Tempelberg entfernt sind. So viel nur nebenbei zu arabischen Behauptungen, Israel würde die Moschee oder den Tempelberg angraben.

Dura-Verhandlung gefährdet

honestreporting Media BackSpin, 11. November 2007

Ein landesweiter Generalstreik könnte eine Verschiebung von Philippe Karsenty Anhörung erzwingen.

Das Rohmaterial des Videos zu Mohammed Dura sollte am Mittwoch in einer öffentlichen Verhandlung gezeigt werden. Französische Gewerkschaften protestieren gegen Nicolas Sarkozys Gesetzesentwurf zur Rentenreform. Bleiben Sie dran. . .

Tamimis Träume

honestreporting Media BackSpin, 5. November 2007

Azzam Tamimi antwortet auf Lord David Trimbles Ansicht hinsichtlich Vergleichen zwischen Hamas und IRA:

Die Hamas hat das Vertrauen der Palästinenser hauptsächlich deshalb gewonnen, weil sie es ablehnt, die Hoffnung auszulöschen, dass es eines Tages keine zionistische Besiedelung Palästinas mehr geben wird. Zumindest hier existiert eine Parallele: Die IRA hat niemals zugestimmt, den Traum aufzugeben, dass eines Tages Nordirland mit der Republik Irland wiedervereinigt sein wird.

Was sagt das über Tamimis Träume aus?

Lichter aus - in Sderot

honestreporting Media BackSpin, 4. November 2007

Kassam trifft Strommast. Unterbrechung der Energieversorgung in Sderot.

Sheeba Farmen abgrenzen

honestreporting Media BackSpin, 1. November 2007

Ein Bericht Ban Ki-moons hat das Areal der Sheeba-Farmen (auch Har Dov genannt) mit Hilfe von Kartografie-Experten genau definiert. Haaretz zufolge ist die israelische Regierung mit den Ergebnissen zufrieden:

Obwohl der am Mittwoch herausgegebene Bericht Israel wegen fortgesetzter Verletzung des libanesischen Luftraums und des Ausbleibens der Informationen zu den Abwurfstellen der Clusterbomben kritisierte, ist es nicht erforderlich, dass Israel an getrennten Verhandlungen über die Zukunft der Sheeba-Farmen teilnimmt oder das Areal der UNO übergibt. . . .

Israel begrüßt besonders, dass der Generalsekretär im Bericht miteinschloss, dass die Frage der Sheeba-Farmen „nicht von den Prinzipien und Elementen getrennt werden kann, die für einen anhaltenden Waffenstillstand und eine langfristige Lösung nach UNO-Resolution 1701 (aus dem Jahr 2006) erforderlich sind.“