Medien BackSpin

Falsches zu Nahost richtig gestellt

Palästinenser

Kidnapper verlangten Passwort des Redakteurs

honestreporting Media BackSpin, 25. November 2007

Die palästinensische Nachrichtenagentur Maan berichtet, dass einer ihrer Redakteure am Samstag in Bethlehem entführt wurde. Hafith Asakra wurde von seinen Entführern, die eine ungewöhnliche Forderung stellten, 12 Stunden später freigelassen:

Sie verlangten, dass er sein Maan-Passwort rausrückte, damit sie eine fiktive Story senden konnten, die darauf abzielte, zwischen Maan, den palästinensischen Fraktionen und Sicherheitskräften Ärger anzuzetteln.

Er weigerte sich, den Forderungen seiner Entführer nachzukommen.

Dies zeugt von mehr Rückgrat als das, was die britische Nationale Journalistengesellschaft aufbrachte, als Alan Johnston gekidnappt worden war.

(Hat tip: Elder of Ziyon)

Die Hand beißen, die Gaza mit Energie versorgt

honestreporting Media BackSpin, 25. November 2007

Israel mahnt die PA: Ab 2. Dezember wird die Elektrizitätsversorgung für Gaza eingeschränkt, wenn der Beschuss durch Kassam-Raketen nicht aufhört. Kritiker sollten die ironische Bildunterschrift bei Haaretz beachten:

Das Kraftwerk in Ashkelon dient der Versorgung Gazas mit einem hohen Anteil seiner erzeugten Elektrizität, und den Kassam-Raketen als primäres Ziel. (Limor Edrey)

Die Medien unseres Friedenspartners

honestreporting Media BackSpin, 22. November 2007

Dank an Memri für das Aufspüren dieser Karikatur, die in der Hamas-nahen Zeitung Falastin veröffentlicht wurde. Wir untergraben schon wieder heilige islamische Stätten.

Gaza-Schmuggler benutzen Google Earth

honestreporting Media BackSpin, 19. November 2007

The Economist berichtet, dass die Palästinenser eine weitere Verwendung für Google Earth entdeckten.

Die Schmuggler sind meistens kleine Privatunternehmer. Sie suchen sich zuerst einen Landstreifen nahe den Grenzanlagen aus und graben dann mit mechanischem Gerät ein großes Loch. Dann fassen sie mehrere Dutzende Quadratmeter ein, fangen an zu graben und füllen das erste Loch mit der Erde auf, die sie aus dem Tunnel nach oben befördern. Mithilfe der Satellitenbilder von Google Earth können sie Länge und Richtung des Tunnels genau berechnen.

Google Earth dient also nicht nur Raketentrupps, die Israel beschießen.

Sicherheitszusagen

honestreporting Media BackSpin, 15. November 2007

Kolumnist David Ignatius von der Washington Post beschuldigt Israel wegen der Tatsache, dass die PA nicht in der Lage war, ihre in der Road Map geforderten Sicherheitsverpflichtungen zu erfüllen. Ignatius vergisst zu bedenken:

• Jahrelang hatte Yasser Arafats aufgeblähter Sicherheitsapparat mehr Personal als bei den Osloer Friedensverhandlungen vereinbart.

• Viele der PA-Sicherheitskräfte, von denen man erwartet hatte, dass sie gegen die verschiedenen Terrororganisationen vorgehen würden, hatten enge Beziehungen zu diesen.

• Die PA zögerte, gegen die Hamas vorzugehen, bevor diese zu mächtig wurde.

Hamas verschärft Einschränkung der Berichterstattung

honestreporting Media BackSpin, 14. November 2007

Die Hamas hat ihre Beschränkungen für Journalisten weiter ausgedehnt. AP schreibt:

In einer Verordnung, die auf ihrer Website am Mittwoch veröffentlicht wurde, erklärte sie, dass Journalisten, die vom Hamas-Innenminsterium keine offiziellen Presseausweise ausgestellt bekommen haben, die Arbeit in Gaza verboten wird. Nachrichtenservices haben die Ausstellung der Ausweise abgelehnt, weil sie zur Folge hat, dass man damit in die Restriktionen einwilligt, darunter vage enthaltene Verbote für Stories, die die „nationalen Zuständigkeiten“ nicht gewährleisten.

Die Einschränkungen wurden erstmals 1995 von der Fatah erlassen, als sie noch an der Macht war, und zu jener Zeit dazu benutzt, die Hamas in Schach zu halten.

„Die Regierung wird keinem Reporter oder Fotografen eine Arbeitserlaubnis geben, bevor er nicht den Presseausweis erhalten hat“, verkündete die Hamas. „Diese Entscheidung wurde nach der Kundgebung der Fatah-Bewegung getroffen, auf der Dutzende Kameramänner und Fotografen beobachtet wurden, die nicht für irgendeine Medienorganisation arbeiteten, sondern ihre Kameras für politische Parteien und aus persönlichen Motiven heraus verwendeten.“

Die Hamas hatte nicht gesagt, welche Maßnahmen gegen Journalisten ergriffen werden würden, die die Vorschrift nicht einhalten.

Dazu passend: Hamas stellt Medienausweise aus

Hamas inhaftiert Times-Reporter

honestreporting Media BackSpin, 14. November 2007

Während der Berichterstattung über die Proteste in Gaza geriet Korrespondent Paul Martin von der Times of London wiederholt mit der Executive Force der Hamas aneinander, die eindeutig den Versuch unternahm, freien Journalismus zu behindern.

Lesen Sie seinen Bericht und stellen Sie fest, warum die Hamas wohl etwas gegen ihn hatte.

Ein lausiger Tag für Public Relation

honestreporting Media BackSpin, 13. November 2007

Gewaltausbrüche bei einer großen Kundgebung im Gazastreifen forderten sieben palästinensische Todesopfer und 85 Verletzte. Die Hamas hat zudem 400 verprügelte Anhänger der Fatah in einer Sofortaktion inhaftiert. Geht man nach der Beurteilung der Mainstream-Medien, bekommt die Hamas PR-Prügel. Prüfen Sie:

AFP widerspricht der Hamas-Erklärung zur Schießerei direkt:

Die Hamas beschuldigte Fatah-Bewaffnete, die Zusammenstöße angestiftet zu haben und beschuldigt sie, von Dächern auf Polizeikräfte unten auf dem Platz gefeuert zu haben….

Seine Darstellung wurde von einem AFP Korrespondenten und mehreren Zeugen bestritten, aussagten, dass die Polizeikräfte der Hamas das Feuer auf die Demonstration eröffneten.

• Die Washington Post stellte den gleichen Widerspruch fest und fügte hinzu, dass auch Journalisten Prügel einsteckten:

Ein Reporter der Washington Post am Schauplatz des Geschehens sah keine Bewaffneten der Fatah - weder bei der Kundgebung noch in der Umgebung. Andere Reporter gaben gleich lautende Schilderungen….

Nach der Schießerei kamen weitere Milizen der Hamas hinzu, um Menschen aus der Menge heraus festzunehmen und zu schlagen. Sie herrschten die Journalisten an, den Vorfall nicht zu filmen. Sicherheitskräfte der Hamas attackierten Lokaljournalisten.

• Lesen Sie bei AP (aus erster Hand) eine bemerkenswert detaillierte Darstellung des Verhaltens der Hamas-Sicherheitskräfte:

Bei der feindlichen Konfrontation beobachtete ein Reporter von Associated Press etwa 30 Hamas-Polizisten - einige auf dem Dach des Regierungsgebäudes postiert, andere auf den Straßen unterhalb -, die etwa 10 Minuten lang heftiges Gewehrfeuer abgaben. Einige schienen über die Köpfe von Steinewerfern der Fatah hinweg zu schießen, während andere wahllos feuerten.

In einem anderen Fall zeigte ein Video des Nachrichtenfernsehens von AP Hunderte junger Fatah-Aktivisten, manche eingehüllt in gelbe Fahnen, in Konfrontationshaltung gegen in Schwarz oder Tarnuniformen der Polizeikräfte der jenseits eine Kreuzung.

Die Fatah-Aktivisten bewarfen die Truppen der Hamas mit Steinen und drangen weiter vorwärts, selbst als sie von heftigem Gewehrfeuer empfangen wurden. Ein Hamas-Polizist stützte sich auf seinem Knie ab, um besser zielen zu können. Plötzlich brach ein junger Steinewerfer zusammen und wurde von anderen weggetragen.

Anderswo haben AP-Fotografen Demonstranten beobachtet, die außer sich waren und Privatfahrzeuge requirierten um die Verwundeten in Krankenhäuser zu bringen. Medizinisches Personal gab an, dass sieben Zivilisten getötet und 85 Menschen verwundet wurden.

Die Palästinenser haben drei Tage Trauer angeordnet - doch nicht wegen des Imageschadens der Hamas.

Unerwünscht - wieder Israels Schuld

honestreporting Media BackSpin, 13. November 2007

Haaretz entdeckt, dass palästinensische Bewaffnete, denen Israel Amnestie gewährte, sich nun unerwünscht fühlen.

Suha im Rampenlicht

honestreporting Media BackSpin, 11. November 2007

In ihrem ersten Interview seit dem Tode ihres Ehemanns sagt Suha Arafat, dass sie mit einer Rente von nur 10.000 Dollar monatlich auskommen muss.

Das erklärt die Dringlichkeit der E-mail, die wir erhielten.